euradiophoria n. 1 - 18/07/2001


  

DIRK DÖDING
DV MEDIA - Bielefeld

 
Greenpeace und das Solarkraftwerk.....
   ZEIT: 2'05"

Greenpeace-Kraftwerk


Fast 150 Millionen Kilometer ist sie von der Erde entfernt, doch ihre Kraft reicht immer noch aus, um die Erde mit Energie zu versorgen: Solarenergie genannt.
Auch die Greenpeace energy, eine Einkaufs- und Produktionsgenossenschaft für sauberen Strom weiß schon lange über die Vorzüge der Solarenergie Bescheid und hat gehandelt. Am 25. Juni wurde in Schwäbisch-Hall das erste eigene Kraftwerk eingeweiht- nur mit Sonnenkraft betrieben.
Dazu wurde das Dach eines ehemaligen Hangars mit Solarpanelen bestückt, insgesamt auf einer Fläche von über 1000 Quadratmetern. Kostenpunkt: eine Millionen Mark, doch die lohnen sich: 100 Kilowatt Leistung hat die Anlage und soll im Jahr 85.000 Kilowattstunden produzieren, versprechen die Verantwortlichen von greenpeace-energy.
Betrieben und finanziert wird die Solaranlage durch eine eigens von Greenpeace energy gegründete Gesellschaft mit dem klangvollen Namen "Planet energy GmbH & Co KG Projekt Alpha". Diese Gesellschaft ist auch für den Bau weiterer sauberer Kraftwerke zuständig, denn die Anlage in Schwäbisch-Hall soll lediglich der Auftakt für ein größeres Investitionsvolumen im Bereich der erneuerbaren Energien aus Sonne, Wind, Biomasse und Wasser sein. Dies jedenfalls verspricht Heinz Laing aus dem greenpeace -energy- Vorstand.
Sein Ziel für die Zukunft ist es, Strom aus umweltfreundlichen Energien selbst zu produzieren und zu vermarkten und somit auch den großen und etablierten Stromkonzernen die Stirn bieten zu können.
Bislang versorgt geenpeace-energy 12000 Kunden mit Strom, der zu 80 Prozent aus erneuerbarer Energie und zu 20 Prozent aus gasbefeuerten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen stammt. Vielleicht werden in den nächsten Jahren weitere Kunden auf den umweltfreundlichen Strom überwechseln, wenn erstmal neue Solar- oder Windanlagen gebaut werden. Allmählich drängt auch die Zeit, denn in dreißig Jahren werden die deutschen Atomkraftwerke vom Netz sein. Bis dahin wäre es wünschenswert, wenn ein größtmöglicher Teil der Stromversorgung durch alternative Energien wie Sonne, Wind oder Wasser gedeckt würde.

Aus Deutschland: Dirk Döding und Fabio Magnifico

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