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Die Pharma-Kampagne des Bundeskongresses entwicklungspolitischer
Aktionsgruppen -kurz Buko- ist sicherlich nicht der beste Freund
der deutschen Pharmaziekonzerne.
Ihr Anliegen ist es nämlich, die oftmals dubiose Arzneimittelpolitik
der Firmen besonders in der Dritten Welt zu entlarven und somit
Veränderungen zu erzielen. Die Buko-Phanna-Kampagne untersucht
Firmensortimente, Wirkstoffgruppen, Arzneimittelinformationen und
Marketingstrategien. Sie veranstaltet Aktionswochen, Konferenzen,
Seminare, aber auch Straßenevents und ein eigener sogenannter
Pharma-Brief gehören zu ihrer Öffenlichkeitsarbeit. Alle
Hände voll zu tun hat die Pharma-Gruppe, denn gerade die Entwicklungsländer
der Dritten Welt sind in besonderem Maße der Willkür
der Pharmakomzerne ausgeliefert. Ein Beispiel dafür ist die
Klage von 39 Pharmakonzernen gegen die südafrikanische Regierung,
da diese die Produktion von AIDS-Mitteln in Südafrika bezahlbar
machen wollte.
Die BUKO-Pharmakampagne startete daher eine Aktion zur Unterst ützung
Südafrikas. Auch Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wiezcorek-Zeul
und die Evangelische Kirche -forderten die Industrie auf, ihre Klage
zurück zu ziehen und den Weg freizugeben, besser gegen die
AIDS-Seuche in Afrika anzukämpfen.
Mit Erfolge Durch den weltweiten öffentlichen Druck zogen die
Firmen am 19. April diesen Jahres ihre Klage
bedingslos zurück.
Jedoch bleibt zu bedenken, daß während des dreijährigen
Rechtsstreites um die 400.000 Menschen in Südafrika an AIDS
starben. Die Buko-Pharmakampagne fordert daher mehr Transparenz
bei den Preiskalkulationen der Industrie, um Vergleichbarkeit zu
schaffen und die Bezahlbarkeit der Medikamente zu forcieren. Unterstützt
wird ihr Engagement nicht nur durch Wissenschaftler im In-und Ausland,
sondern auch durch namhafte Schriftsteller: John le Carre' reiste
eigens nach Bielefeld und widmet der Buko-Pharma-Kampagne in seinem
neusten Bestseller "Der ewige Gärtner" ein ganzes
Kapitel.
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