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Mehr Geld für die innere Sicherheit. Als erste Konsequenz
aus den Anschlägen auf World Trade Center und Pentagon hat
Bundesfinanzminister Hans Eichel drei Milliarden Mark für ein
Maßnahmenpaket zugesagt, daß nicht nur die Sicherheit
im Luftverkehr verbessern soll, sondern im Wesentlichen Gesetzesänderungen
enthält. So sollen die AntiTerrorBestimmungen im Strafgesetzbuch
ausgeweitet und das Religionsprivileg im Vereinsrecht abgeschafft
werden. Man erhofft sich dadurch, daß sich extremistische
Gruppen künftig nicht mehr als Religionsgemeinschaften tarnen
können. Finanziert wird dieses Programm durch die Erhöhung
von Tabaksteuer und Versicherungen.
Auch in Puncto Einreise und Zuwanderung sind härtere Bestimmungen
geplant. Visa sollen in Zukunft vorsichtiger als bisher vergeben
werden und Besucher aus bestimmten, wahrscheinlich islamischen Staaten
sollen grundsätzlich durch den Verfassungsschutz überprüft
werden. Ober die Notwendigkeit eines neuen Zuwanderungsgetzes sind
sich Regierung und Opposition einig.
Auch die Grünen, die zunächst drohten, die Zuwanderungspläne
von Innenminister Schily platzen zu lassen, signalisieren angesichts
der Entwicklungen Gesprächsbereitschaft. Die Terroranschläge
in den USA sind ein herber Schlag für eine liberalere Politik.
Auch der Datenschutz, der für viele Mitglieder der Regierung
als unantastbar gilt, steht jetzt auf dem Prüfstein.
Schily möchte sich bei der Einwanderung verstärkt vorhandener
Daten bedienen. "Datenschutz darf nicht zur Behinderung von
Kriminalitätsbekämpfung werden", so Schily.
Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen wird die Angst bleiben. Nicht
zuletzt deshalb, weil auf der Suche nach den Schuldigen immer mehr
Spuren auch nach Deutschland führen, das höchstwahrscheinlich
ein logistisches Zentrum für extremistische Terroristen ist.
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