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Das Nachbarschaftsverhältnis zwischen Österreich
und dem Beitrittskandidaten Tschechien ist in letzter Zeit etwas
gespannt. Der Grund dafür ist eine Auseinandersetzung um das
Atomkraftwerk Temelin in Tschechien.
Österreich ist traditionell ein erklärtes Anti-Atomland,
ein großer Teil der Bevölkerung steht der Atomenergie
äußerst skeptisch oder gar ängstlich gegenüber.
Das neu gebaute tschechische Atomkraftwerk Temelin nahe der österreichischen
Grenze ist eine Mischung aus westlicher und östlicher Technologie
und wird vor allem deshalb von Österreich als großes
Sicherheitsrisiko gesehen. Österreich wünscht sich deshalb
Verbesserungen im Sicherheitsbereich, und vor allem einen Ausstiegsplan,
dh. Es soll festgelegt werden, wann das Atomkraftwerk endgültig
abgeschaltet werden soll.
Die Tschechische Republik sieht die Proteste aus Österreich
als Einmischung in innere Angelegenheiten und möchte von den
österreichischen Forderungen nichts wissen.
In Österreich gab es deshalb immer wieder Proteste, ein Teil
der österreichischen Regierung droht sogar mit einem Veto gegen
den EU-Beitritt Tschechiens.
Die Verhandlungen laufen noch, viele Kompromissmöglichkeiten
sind noch offen. Es bleibt also zu hoffen, dass im Interesse der
Europäischen Integration eine für alle Beteiligten annehmbare
Lösung gefunden wird.
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